APOLLON Absolventin Yvonne Marx Master Gesundheitsökonomie

Yvonne Marx


Studiengang

Gesundheitsökonomie (M. A.)

Erlernter Beruf

B. A. Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung

Geburtsjahr

1981

Yvonne Marx, Jahrgang 1981, hat als externe Doktorandin eine Dissertation am Institut für Allgemeinmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erstellt und im März 2025 ihre Doktorarbeit zum Thema „Pflegende Angehörige in der hausärztlichen Praxis“ verteidigt. An der APOLLON Hochschule hatte sie bereits 2015 den Master Gesundheitsökonomie absolviert. Seit 2022 arbeitet sie dort als Tutorin im Modul „Versorgungsmanagement“. Im Interview hat Frau Marx uns unter anderem verraten, welche Vorteile sie am Fernstudium besonders schätzt und wie ihr ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit den von ihr betreuten Studierenden helfen.

Frau Marx, erzählen Sie bitte von Ihrem Werdegang. 

Yvonne Marx: Nach dem Abitur studierte ich zunächst den Bachelor Gesundheitsförderung und Management (B. A.) an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Den Master Gesundheitsökonomie (M. A.) hängte ich als Fernstudium an der APOLLON Hochschule an und machte 2015 den Abschluss. Bis 2022 war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Instituten und Kliniken der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg tätig, unter anderem am Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung sowie an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie, Universitätshautklinik Magdeburg. Seit 2018 bin ich externe Doktorandin am Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und seit 2022 arbeite ich zusätzlich als Tutorin an der APOLLON Hochschule.

Wie sind Sie darauf gekommen, den Master im Fernstudium zu machen?
Und warum haben Sie sich für Ihren Studiengang und die APOLLON Hochschule entschieden?

Mir gefällt meine Arbeit im wissenschaftlichen Bereich, ich publiziere gerne – und wenn man sich in diesem Umfeld weiterentwickeln möchte, ist zunächst der Master-Abschluss ein Muss. Ein weiteres Präsenzstudium nach dem Bachelor wäre allerdings mit zwei kleinen Kindern, die ich in der Zwischenzeit bekommen hatte, schwierig geworden. Deshalb habe ich mir verschiedene Fernstudiengänge angeschaut und irgendwann die APOLLON Hochschule kontaktiert. Den Ausschlag für meine Entscheidung gab tatsächlich die Kommunikation mit der Hochschule: Die Mitarbeiterinnen aus dem Studienservice haben sich sehr schnell zurückgemeldet und mich freundlich und kompetent beraten. Für den Studiengang Gesundheitsökonomie habe ich mich aus reinem Interesse entschieden: Besonders das Fach Statistik hat mir viel Spaß gemacht, zudem gefiel mir die direkte Verlinkung zum Gesundheitsmarkt.

Wie gestaltete sich das Fernstudium neben Familie und Beruf?

Ich habe versucht, das Fernstudium stringent durchzuziehen, aber es gab durchaus auch Phasen, die eher zäh verliefen. Nach meiner Arbeit im Institut habe ich die Kinder aus der Betreuung abgeholt und vor allem abends noch gelernt – das funktionierte nicht immer reibungslos. Bei allem Ehrgeiz und dem festen Willen, dranzubleiben, habe ich auch versucht, gütig mit mir selbst zu sein und mir den Zeitrahmen fürs Studium nicht zu eng zu setzen.

Was gefiel Ihnen besonders gut am Fernstudium im Vergleich zum Präsenzstudium, was war herausfordernd und was konnten Sie aus dem Fernstudium mitnehmen?

Mein Präsenzstudium war ziemlich eng durchgetaktet, alles baute aufeinander auf. Bei APOLLON ist vieles frei einteilbar, wie zum Beispiel die Reihenfolge der Fallaufgaben. Das ist gut, denn es nimmt einem den Druck – und gleichzeitig schlecht, denn es nimmt einem den Druck. So kommt man leicht in Versuchung, das Studium zu sehr schleifen zu lassen. Aus meiner Sicht ist es wichtig, einen individuellen Lernrhythmus zu finden. Sich Pausen zwar zu gönnen, aber dennoch darauf zu achten, nicht zu lange zu pausieren. Im Fernstudium ist man absolut flexibel, umso wichtiger ist es, sich selbst zu disziplinieren. Was verständlicherweise mitunter nicht ganz einfach ist, wenn noch eine berufliche Tätigkeit mit eigenen Deadlines und eine Familie auf einen warten.

Ich habe einiges aus dem Fernstudium mitgenommen. Bei APOLLON habe ich mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickelt. Die Fallaufgaben waren durchaus kompliziert, aber immer mit Praxisbezug. Vieles, was ich im Fernstudium bei APOLLON gelernt habe, wende ich heute noch beruflich an.

Wie kam es zu Ihrer Tätigkeit als Tutorin an der APOLLON Hochschule?

Der Kontakt zur Hochschule war nach meinem Studienabschluss nie ganz abgerissen, ich hatte zum Beispiel mal freiberuflich ein Studienheft überarbeitet und war mit Prof. Dr. Johanne Pundt in Kontakt geblieben. Irgendwann lief eine meiner befristeten Projektstellen aus und ich musste mich neu orientieren. Zufällig sprach ich zu diesem Zeitpunkt auch nach längerer Zeit wieder mit Frau Prof. Dr. Pundt, die mir direkt vorschlug, mich bei der APOLLON Hochschule als Tutorin zu bewerben. Ich habe also eine Bewerbung mit meinen Publikationen zusammengestellt – und es hat geklappt. Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß! Ich lerne viel und mich begeistert vor allem die Kommunikation mit den Studierenden, der Austausch ist super. Ich denke, durch meine eigenen Erfahrungen im Fernstudium damals habe ich besonders viel Verständnis, gerade für die Herausforderungen für Studierende mit Kindern. Manchmal muss man als Tutor:in natürlich auch Kritik üben, aber wenn ich am Ende das Feedback bekomme: „Das hat mir weitergeholfen“, ist es einfach ein tolles Gefühl. Die Tätigkeit gibt einem sehr viel zurück.

Warum haben Sie sich nach dem Master noch für die Promotion entschieden?
Wie kamen Sie auf das Thema Ihrer Doktorarbeit?

Den Entschluss, zu promovieren, habe ich schon während meiner Zeit an der Uniklinik in Magdeburg gefasst. Für Postdocs (Anm. der Red.: promovierte Wissenschaftler:innen mit Doktortitel) werden immer wieder Stellen ausgeschrieben, es gibt mehr Projekte, mehr berufliche Möglichkeiten – ich möchte weiter wissenschaftlich arbeiten, am liebsten unbefristet. Am Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität wurde ich als externe Doktorandin akzeptiert, dort habe ich in den letzten Jahren viel mit Hausärztinnen und Hausärzten gearbeitet. Auf das Thema „Pflegende Angehörige in der hausärztlichen Praxis“ kam ich durch private Erfahrungen mit der Pflege von Angehörigen. Ich fragte mich, ob pflegende Angehörige, die ja besonderen Belastungen ausgesetzt sind, in der hausärztlichen Praxis eigentlich als vulnerable Patientengruppe identifiziert und behandelt werden. Für meine Doktorarbeit habe ich u. a. also Hausärztinnen und Hausärzte zu dem Thema interviewt. Es stellte sich unter anderem auch heraus, dass es zwar durchaus Instrumente gibt, die für die Messung der Belastung pflegender Angehörige konzipiert geeignet sind, diese jedoch in der Praxis kaum genutzt werden.

eine Frau im Blazer steht mit verschränkten Armen in einem modernen Büro

Gesundheitsökonomie studieren

Das Fernstudium Master Gesundheitsökonomie (M. A.) ist ein konsekutiver Studiengang, der auf den Inhalten eines einschlägigen Bachelorstudiums aufbaut und diese gezielt vertieft. Besonders geeignet ist er für Absolventinnen und Absolventen eines Bachelorstudiengangs in Gesundheitsökonomie (B. A.) oder vergleichbarer Fachrichtungen.

Mit dem erweiterten Wissen der Gesundheitsökonomie sind Sie nach erfolgreichem Abschluss in der Lage, anspruchsvolle Aufgaben in der Leitung von Gesundheitseinrichtungen aktiv und gestaltend zu übernehmen. Der Studiengang vermittelt hierfür fundierte fachwissenschaftliche Kenntnisse sowie ausgeprägte analytische und methodische Kompetenzen im Bereich der Gesundheitsökonomie.

Am Ende des Studiums erwerben Sie den international anerkannten akademischen Grad „Master of Arts“, der unmittelbar unterhalb der Promotion eingeordnet ist.

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