ErfahrungsBerichte

Katharina Soultanidis
(B. A. , M. A.)

Erlernter Beruf Ergotherapeutin, aktuell Projektmanagerin in Pflegelogistik
GeburtsJahr 1988

Fernstudium oder kein Studium: Weiterbildung mit Familie und Vollzeitjob

Katharina Soultanidis, Jahrgang 1988, arbeitet seit September 2023 als Projektmanagerin bei „QRaGo – die digitale Lösung in der Pflegelogistik“. Parallel studiert sie seit Oktober 2023 den Master Digital Health Management (M. A.) an der APOLLON Hochschule, nachdem sie dort zuvor bereits den Bachelor Medizin- und Gesundheitstechnologie-Management (B. A.) erfolgreich abgeschlossen hatte. Die dreifache Mutter hat uns im Interview unter anderem erzählt, wie sie zum Fernstudium gekommen ist und welche Vorteile es aus ihrer Sicht bietet.

Frau Soultanidis, schildern Sie uns bitte kurz Ihren Werdegang.  

Katharina Soultanidis: Nach der Fachhochschulreife habe ich eine Ausbildung zur Ergotherapeutin gemacht und anschließend sieben Jahre in dem Beruf gearbeitet. 2019, hochschwanger mit meinem zweiten Kind, startete ich nebenberuflich mit dem Bachelor-Studiengang Medizin- und Gesundheitstechnologie-Management an der APOLLON Hochschule, den ich im Juli 2023 erfolgreich abschließen konnte. Derzeit studiere ich neben meinem Vollzeitjob als Projektmanagerin den Master Digital Health Management (M. A.).

Der Entschluss fürs Studium war für mich gleichzeitig der Entschluss, nicht mehr in der Ergotherapie zu arbeiten, da die Rahmenbedingungen für mich nicht stimmig waren. Um die Studieninhalte direkt in die Praxis umsetzen zu können, habe ich mich ab 2020 beruflich neu orientiert. Mein Ziel war, als Projektmanagerin zu arbeiten – das habe ich mit meiner aktuellen Tätigkeit bei QRaGo erreicht und bin sehr glücklich darüber.

Warum haben Sie sich für ein Fernstudium und Ihre Studiengänge an der APOLLON Hochschule entschieden?

Für mich war von Anfang an klar: Fernstudium oder kein Studium. Ein Präsenzstudium hätte ich mit Familie und Job damals nicht unter einen Hut bekommen. Ich brauchte vor allem Flexibilität. Mit kleinen Kindern kann man nicht zuverlässig planen, es kommt erfahrungsgemäß immer etwas dazwischen. Deshalb wollte ich mir das Studium möglichst frei einteilen können und immer nur dann lernen, wenn mein Kopf auch bereit dazu ist. Ich habe meine Entscheidung für APOLLON nie bereut – im Gegenteil: Die APOLLON Hochschule ist wirklich sehr familienfreundlich und ich merkte schon in den ersten Monaten, dass das Studium richtig gut für mich passt.

Für die APOLLON habe ich mich außerdem entschieden, weil ich mich sehr für das Thema Digitalisierung interessierte und sie seinerzeit eine der wenigen Fernhochschulen war, die den Bachelor Medizin- und Gesundheitstechnologie-Management anbot. Während meiner Zeit als Ergotherapeutin habe ich immer wieder festgestellt, wie veraltet und fehlerbehaftet die Strukturen in diesem Bereich zum großen Teil noch sind. Für mich ist die Digitalisierung die einmalige Chance, die Prozesse des Gesundheitswesens im Hinblick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel zu optimieren und so Kapazitäten zu schaffen, die den Patientinnen und Patienten zugutekommen. Den Master studiere ich jetzt ganz ohne Druck nur für mich – ich brauche den Input.

Wie hat das Fernstudium für Sie funktioniert, wie haben Sie sich organisiert?

Auch wenn die absolute Flexibilität im APOLLON-Studium Gold wert ist, hatte ich während des Bachelor-Studiums meine Höhen und Tiefen. Ich bin mit viel Elan gestartet und habe immer dann gelernt, wenn es meine Zeit und das Familienleben zuließen. Meistens war das abends, manchmal auch nachts. Mir hat das Studium Spaß gemacht und ich musste mich nie zum Lernen zwingen. Ich habe mich aber auch selbst nicht unter Druck gesetzt. Eine zeitliche Begrenzung, zum Beispiel festgelegte Semester, hätte mich gestresst und mir vermutlich den Spaß genommen. Die Corona-Pandemie hatte aus meiner Sicht einen sehr positiven Aspekt, zumindest in Bezug aufs Studium: Es war nun noch mehr von zu Hause aus möglich, weil viele Abläufe digitalisiert wurden – für mich organisatorisch ein Riesenvorteil, weil Präsenztermine wegfielen.

Inwieweit hat Sie das Studium Ihren beruflichen Zielen nähergebracht?

Mein Ziel war es, aus meiner beruflichen Position heraus etwas im Gesundheitswesen zu bewegen, Menschen eine tatsächliche Entlastung im Beruf zu ermöglichen. Im Projektmanagement kann ich täglich zu dieser Entlastung beitragen und fühle mich aktuell angekommen.