ErfahrungsBerichte

Jennifer Schroth
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Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Examinierte Krankenschwester

„Karriere nach dem Fernstudium“ nimmt in meinem Leben den Zeitraum seit 2012 ein

Als examinierte Krankenschwester, die mittlerweile in diversen Pflegebereichen in stationärer und ambulanter Versorgung ihre Berufserfahrung gesammelt hatte, wollte ich mich beruflich noch einmal in ein neues Abenteuer stürzen. Von einem Bachelor in Gesundheitsökonomie war aber bis dahin noch nicht die Rede. Meine beiden Jungs waren nun knapp zehn und sieben Jahre alt. Ab diesem Zeitpunkt wollte ich mich noch einmal selbst verwirklichen. Ich wollte etwas Neues, eine berufliche Herausforderung, noch einmal etwas lernen. Mein Ehrgeiz war geweckt, als ich zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit hatte, kaufmännisch – als Bürohilfe – neben meinem Nachtbereitschaftsdienst in einer Kurklinik, auf geringfügiger Basis tätig zu werden. Nach und nach bin ich mehr in einzelne Bereiche der Finanzbuchhaltung gerutscht. Zahlen waren seitdem „mein Ding“. Ich habe meine Arbeitszeiten gewechselt und wurde die geringfügig beschäftigte Krankenschwester und die in Teilzeit arbeitende Bürohilfe in der Finanzbuchhaltung. Um mich fortzubilden, begann ich die Weiterbildung zur Finanzbuchhalterin an der Volkshochschule. Sie stellte zu diesem Zeitpunkt meinen Ersatz einer kaufmännischen Ausbildung dar. Schnell war für mich klar „da geht noch mehr“. Ich wollte mehr Betriebswirtschaft lernen und studieren; was allerdings ohne Abitur und ohne kaufmännische Ausbildung nicht möglich war. Somit begann ich zum Ende der Finanzbuchhalter-Weiterbildung, die Aufstiegsweiterbildung zur Betriebswirtin an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie, die sechs Semester dauern sollte. Als Krankenschwester war ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr tätig, aber mein Herz schlug trotzdem noch für das Gesundheitswesen.

Auf der Suche nach BWL und Gesundheitswesen bin ich dann auf die APOLLON Hochschule gestoßen. Mir gefielen die Inhalte des Bachelors in Gesundheitsökonomie und das „Pink“ der Hochschule. Mir wurde gesagt, dass es „Magenta“ sei – muss ich heute immer noch drüber lachen, dass ich mich schon sehr von der Farbe habe beeindrucken lassen. Zudem kam natürlich, dass ich ohne Abitur nun doch studieren konnte und schwer fielen mir zwar Inhalte, die zum größten Teil betriebswirtschaftlich ausgelegt waren.

So begann nun mein Bachelor als Fernstudium. Den Betriebswirt habe ich weiterhin zweimal wöchentlich im Abendstudium absolviert und versprach mir natürlich entsprechende Synergien.

Nach zwei Jahren Studium hatte ich meinen Bachelorabschluss in der Tasche. Ich war immer voller Tatendrang und wollte mich auch gerne beruflich in diese Richtung orientieren. Ich habe gerne studiert, auch wenn Module nicht auf Anhieb geklappt haben (Wirtschaftsmathe) oder sie mir einfach nur wirklich schwerfielen – warum auch immer.

Mit dem Bachelor und auch dem Betriebswirt (VWA) in der Tasche, habe ich mich in unterschiedlichsten Bereichen beworben. Gerne wollte ich wieder zurück ins Krankenhaus. Schlussendlich hat dies auch funktioniert. Ich fing im Einkauf einer 400 Betten -Klinik an. Meine Kenntnisse aus dem Gesundheitswesen, aus dem Kaufmännischen und die Inhalte meiner Fort- und Weiterbildungen und des Studiums waren genau hier richtig aufgehoben. Ich konnte die Schnittstelle zu den pflegerischen und medizinischen Bereichen, sowie zu den weiteren kaufmännischen Abteilungen wie der Finanzbuchhaltung und des Controllings bilden. Hier fühlte ich mich wohl.

Aber das Studieren ging weiter. Das „da geht noch mehr“ – Gefühl hatte ich immer noch. Nach einem kurzen Ausflug an einer anderen Hochschule in einem anderen Masterprogramm verschlug es mich aber zurück zu APOLLON in den Master Gesundheitsökonomie. Diesen beende ich gerade.
Nach zwei Jahren als Einkäuferin im medizinischen Sachbedarf hatte ich im Mai 2018 die Möglichkeit in einer kommunalen Klinik Abteilungsleiterin der Abteilung Einkauf und Logistik zu werden. Diese Chance war großartig und ich nahm sie mit Freuden an. Mein Aufgabenbereich hat sich schlagartig geändert. Ich habe einen großen Aufgabenbereich und bin auf einmal Führungskraft von knapp 100 Mitarbeitern.
Meine gesammelten Kompetenzen des Studiums benötige ich heute jeden Tag und manchmal sind die Arbeitstage wie eine große „Fallaufgabe“. Abends habe ich sie über den Online-Campus eingeschickt und nach ein paar Tagen, wenn das Ergebnis meiner Arbeit zu sehen war, habe ich einen grünen Haken in meiner Aufgabenübersicht.