ErfahrungsBerichte

Tatjana Alexandra Reckward
(B. Sc.)

Erlernter Beruf Fachwirtin Marketing-Kommunikation
GeburtsJahr 1982

„Ich möchte mit meinem Beruf etwas bewirken“

Tatjana Reckward, Jahrgang 1982, hatte immer das Gefühl, beruflich noch nicht da angekommen zu sein, wo sie eigentlich hinwollte. Als sie das Thema Ernährung für sich entdeckte, änderte sich das: Die zweifache Mutter studiert seit Februar 2022 den Bachelor Ernährungsmanagement an der APOLLON Hochschule. Wie sie dazu kam, welche Inhalte sie besonders spannend findet und wie das Studium in ihre Zukunftspläne passt, hat sie uns im Interview erzählt.

Frau Reckward, schildern Sie uns bitte Ihren Werdegang und wie Sie auf das Thema Ernährung gestoßen sind.  

Tatjana Reckward: Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Werbekauffrau gemacht und danach ein Studium zur Marketing-Kommunikationswirtin abgeschlossen. Eine Zeit lang war ich in der Unternehmenskommunikation tätig, setzte dann aber zugunsten des Familienlebens aus, als mein Sohn und meine Tochter geboren wurden. Nach einer beruflichen Pause fing ich 2014 wieder an zu arbeiten, diesmal im Personalwesen als Assistentin im Recruiting und in der Personalentwicklung. Mit der Pandemie kam 2020 mein persönlicher Wendepunkt. Ich habe in meinem Umfeld beobachtet, wie Menschen um ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden kämpfen mussten, welche Auswirkungen die gesamte Situation auf viele hatte. Ich fragte mich, was man tun kann, um sich zu stärken und physisch sowie psychisch in der Lage zu sein, sein Leben erfüllend zu leben. Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Ernährung, las viel über aktuelle Trends und Tipps von – zum Teil nur vermeintlichen – Expert:innen. Vieles wurde in meinen Augen oberflächlich behandelt, obwohl der Bereich Ernährung ja bereits umfassend wissenschaftlich erforscht ist.

Ich machte schließlich selbst eine Ernährungsberatung, um festzustellen: Das muss besser gehen. Und vor allem so, dass es auch im Alltag umsetzbar ist. Bei mir kam der Wunsch auf, genau das zu meiner Expertise zu machen. Ich hatte immer das Gefühl gehabt, beruflich noch nicht dort angekommen zu sein, wo ich eigentlich hin wollte und suchte gewissermaßen nach einem inneren Frieden mit meinem beruflichen Handeln. Ich möchte mit meinem Beruf etwas bewirken – das treibt mich an. Deshalb entschloss ich mich, im Februar 2022 den Bachelor Ernährungsmanagement zu studieren. Parallel mache ich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin. Bis Ende 2022 habe ich zusätzlich in Vollzeit gearbeitet, bin aktuell aber auf der Suche nach einer Teilzeitstelle im Gesundheitswesen.

Wie sind sie auf das Fernstudium gekommen und warum APOLLON?  

2020 begann ich zu recherchieren, wie ich mein Interesse für Ernährung in berufliche Bahnen lenken könnte. Als Alleinerziehende mit zwei Kindern kam eine Ausbildung aus finanziellen Gründen nicht in Frage, das Gehalt wäre zu niedrig gewesen. Ich habe mich über verschiedene Präsenz-Studiengänge informiert, allerdings sprachen mich diese inhaltlich nicht so sehr an, meist fehlte mir die Praxisnähe. Ich landete dann bei den Fernhochschulen, die meiner Meinung nach frischere Konzepte bieten. Am Studiengang Bachelor Ernährungsmanagement an der APOLLON Hochschule gefiel mir der ausgewogene Mix aus Themengebieten, die mir wichtig sind. Ich finde es toll, dass man verschiedene Schwerpunkte wählen kann und dass Themenbereiche miteinander vernetzt werden. So bin ich breit und praxisnah aufgestellt für einen beruflichen Alltag, in dem im Optimalfall eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachgebiete stattfindet. Bevor ich ins Studium startete, habe ich mich umfassend informiert, etwa an der Einführungsveranstaltung teilgenommen, mit der Studiengangsleitung telefoniert und persönliche Fragen gestellt. Letztlich muss ich sagen: Es war eine klare Entscheidung für den Studiengang und für APOLLON – ich hätte das Studium auch in Präsenz gemacht!

Was interessierte Sie so sehr am Studiengang Bachelor Ernährungsmanagement?   

Der Studiengang verbindet das große Thema Ernährung mit mir vertrauten Aspekten wie Projektmanagement oder Marketing. Er ist sehr praxisorientiert und nah am Berufsalltag mit all den beteiligten Akteuren. Für mich war es wichtig, mich durch das Studium disziplinarisch breit aufzustellen. Mein Ansatz ist es, etwas zu bewegen, Konzepte zu entwickeln, um das Gesundheitswesen insgesamt voranzubringen – und die Inhalte des Studiengangs deckten sich mit meinen Ansprüchen.

Welche Erwartungen hatten Sie ans Studium und was hat Sie überrascht?    

Ich hatte im Grunde nur die Erwartung, das zu lernen, was im Curriculum steht. Und ich war gespannt auf das Studienmaterial, denn ich wollte möglichst effizient damit arbeiten können. Mit jedem Studienpaket wurde ich entspannter, denn die Unterlagen sind immer gut und ausgewogen aufbereitet, Themen werden zum einen breit angeschnitten, Schwerpunkte aber auch in der Tiefe verständlich dargestellt. Ich war überrascht, wie vielseitig das Ganze ist, wie intensiv zum Beispiel auf Krankheiten und Physiologie eingegangen wird. Naturwissenschaftliche und medizinische Aspekte werden besonders am Anfang des Studiums ausführlich behandelt: wichtige Grundlagen, um Zusammenhänge zu verstehen und dann in die Praxis gehen zu können.

Was sind aus Ihrer Sicht die Vorteile des Fernstudiums und was die besonderen Herausforderungen?

Der größte Vorteil ist ganz klar die Flexibilität, ich kann mein Studium selbst organisieren, mein individuelles Lerntempo finden und die Lernmittel überall mit hin mitnehmen. Am Anfang war das wissenschaftliche Arbeiten eine kleine Herausforderung für mich. Aber ich habe festgestellt, dass es schnell leichter wurde, als ich die vielen hilfreichen Tipps befolgte, die Studierenden seitens der Hochschule mit auf den Weg gegeben werden. Wenn ich mir die Zeit fürs Studium nehmen kann, läuft es wie von selbst. Wenn berufliche und private Baustellen dazu kommen, wird es schon schwieriger. Ich habe mein eigenes Lernkonzept entwickelt: Ich lese mir alles durch, markiere die Kernaussagen und schreibe sie in eigenen Worten auf Karten – ich lerne über die eigene Replikation von Worten am besten. Wenn sie mich lassen, erkläre ich auch gerne Menschen in meinem Umfeld bestimmte Lerninhalte. Wissen ist bei mir einfach besser verankert, wenn ich es in eigenen Worten wiedergeben kann.

Was planen Sie für die Zukunft?

Ich möchte auf jeden Fall in der Ernährungstherapie tätig werden, denn die Ernährung ist sehr wichtig in der therapeutischen Begleitung von Krankheiten. Mein langfristiger Plan ist es, mich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen.