APOLLON Absolvent Hendrik Hoffmann MPH Umwelt & Gesundheit

Hendrik Hoffmann


Studiengang

Master Public Health Umwelt & Gesundheit

Erlernter Beruf

Sozialjurist

Geburtsjahr

1988

Fernstudium am anderen Ende der Welt

Hendrik Hoffmann, Jahrgang 1988, entschied sich nach einem Bachelorabschluss im Sozialrecht und mehreren Jahren Berufserfahrung für eine inhaltliche Neuausrichtung – und für ein Fernstudium an der APOLLON Hochschule. Während er in Sydney lebte, absolvierte er den Masterstudiengang Public Health mit dem Schwerpunkt Umwelt & Gesundheit. Im Interview erzählt er, warum ihn das Thema Klimawandel besonders bewegt, wie er die akademische Weiterbildung und sein Leben am anderen Ende der Welt organisiert hat und was ihm das Fernstudium persönlich und beruflich gebracht hat.

 

Herr Hoffmann, erzählen Sie uns bitte von Ihrer beruflichen Laufbahn.

Hendrik Hoffmann: Ich habe ein Bachelorstudium im Bereich Sozialrecht absolviert und anschließend in einem Bundesprojekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gearbeitet. Ziel des Bundesprogramms war und ist es, durch die Erprobung von innovativen Leistungen und innovativen organisatorischen Maßnahmen Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch besser erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden kann. Seit einigen Jahren lebe ich in Australien, wo ich am North Sydney Community Centre als Stellvertretende Leitung des Bereichs Nachmittagsbetreuung von Kindern arbeite („After School Care“).

 

Was hat Sie dazu bewogen, ein Fernstudium an der APOLLON Hochschule aufzunehmen?

Der ausschlaggebende Punkt war ein geplanter Wohnortwechsel – und zwar ans andere Ende der Welt, nach Australien. Mit deutschem Sozialrecht kann man dort beruflich natürlich nur eingeschränkt arbeiten. Für mich war klar: Das ist der richtige Moment für eine inhaltliche und berufliche Neuausrichtung. Gleichzeitig wollte ich endlich das tun, was mir wirklich am Herzen liegt: mich mit der Gesundheit von Menschen zu beschäftigen, und zwar aus einer übergeordneten, gesellschaftlichen Perspektive. Ein Fernstudium war dafür die ideale Lösung.

Das Studienmodell der APOLLON Hochschule bietet genau die Flexibilität, die ich gebraucht habe, um mein Studium mit meinem Leben in Australien zu verbinden. Ortsunabhängig, zeitlich flexibel und gut strukturiert: So konnte ich mir mein Studium selbst organisieren und gleichzeitig internationale Erfahrungen sammeln.

Inhaltlich hat mich besonders der praxisnahe und interdisziplinäre Fokus im Gesundheitsbereich überzeugt. Themen wie Public Health, Prävention und Gesundheitsförderung haben für mich eine enorme gesellschaftliche Relevanz, gerade mit Blick auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, Umweltfaktoren und gesundheitliche Ungleichheiten. Außerdem hatte ich das Glück, dass während meines Studiums der Schwerpunkt Umwelt & Gesundheit etabliert wurde und ich unkompliziert innerhalb des Masterstudiengangs dorthin wechseln konnte.

 

Warum haben Sie sich für den Studiengang Master Public Health mit dem Schwerpunkt Umwelt & Gesundheit entschieden?

Der Studiengang greift zentrale Zukunftsfragen an der Schnittstelle von Gesundheit, Umwelt und Gesellschaft auf und genau das hat mich angesprochen. Ich wollte die gesundheitlichen Auswirkungen von Umwelt- und Klimaveränderungen systematisch verstehen lernen, um darauf aufbauend evidenzbasierte Präventions- und Anpassungsstrategien entwickeln zu können. Mein Aufenthalt in Australien hat diese Entscheidung stark geprägt. Dort sind die Folgen des Klimawandels bereits sehr deutlich spürbar: Hitzewellen, Buschbrände, Wasserknappheit und Extremwetterereignisse haben direkte Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit der Bevölkerung.

Diese Themen habe ich auch in meiner Masterarbeit aufgegriffen, die den Titel trägt: „Der Klimawandel und seine Folgen: Ein Vergleich der Wahrnehmung hitzebedingter Gesundheitsrisiken und Verhaltensweisen in Deutschland und Australien“. Darin habe ich untersucht, wie Menschen in beiden Ländern hitzebedingte Gesundheitsrisiken wahrnehmen und wie sich das auf ihr Präventionsverhalten auswirkt.

 

Wie haben Sie es geschafft, das Fernstudium mit Beruf und Privatleben zu vereinbaren?

Die Vereinbarkeit von Fernstudium, Beruf und Privatleben hat für mich sehr gut funktioniert, da das Studium von Beginn an auf Flexibilität und Eigenorganisation ausgelegt war. Ich habe mir feste Lernzeiten eingeplant und meine Studienphasen frühzeitig mit beruflichen und privaten Verpflichtungen abgestimmt. Durch die überwiegend asynchronen Lernformate konnte ich Inhalte unabhängig von Ort und Uhrzeit bearbeiten, was mir eine verlässliche Struktur gegeben hat.

 

Gab es besondere Herausforderungen oder positive Überraschungen im Studium an der APOLLON Hochschule?

Zu Beginn stellte vor allem die Zeitverschiebung aufgrund meines Aufenthalts in Australien eine potenzielle Herausforderung dar. Ich war unsicher, inwiefern sich Live-Termine, Gruppenarbeiten oder der Kontakt zu Lehrenden damit vereinbaren lassen würden. Rückblickend hat sich diese Sorge jedoch schnell als unbegründet erwiesen. Die wenigen Präsenz- oder Live-Termine wurden von den Tutorinnen und Tutoren sehr umsichtig geplant. Es wurde stets berücksichtigt, dass diese für mich teilweise mitten in der Nacht stattfanden, und es wurde, soweit möglich, Rücksicht genommen.

Auch die Zusammenarbeit mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen verlief ausgesprochen unkompliziert. Bei Gruppenarbeiten und Projekten wurde ohne Probleme auf die Zeitverschiebung Rücksicht genommen, Termine flexibel abgestimmt und Aufgaben transparent verteilt.

Überraschend war für mich zudem, wie strukturiert und gut begleitet das Fernstudium insgesamt war. Die klar aufgebauten Module, gut verständlichen Studienmaterialien und die verlässliche Erreichbarkeit der Lehrenden haben es mir leicht gemacht, selbstständig und zugleich unterstützt zu arbeiten.

 

Haben Sie mit dem Studium bestimmte berufliche oder persönliche Ziele verfolgt?

Ja, ich habe mit dem Studium sowohl berufliche als auch persönliche Ziele verfolgt. Beruflich war es mir wichtig, mich in ein international ausgerichtetes Themenfeld weiterzuentwickeln und meine Perspektive über nationale Kontexte hinaus zu erweitern. Gleichzeitig wollte ich mich intensiver mit einem Themengebiet befassen, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, insbesondere an der Schnittstelle von Umwelt, Klima und Gesundheit. Durch das Studium konnte ich beide Ziele erreichen.

 

Als wie praxisnah haben Sie das Studium erlebt?

Das Studium habe ich insgesamt als sehr praxisnah empfunden. Die vermittelten Inhalte ließen sich gut auf reale Fragestellungen aus dem Public-Health- und Umweltbereich übertragen und gingen über reine Theorie hinaus. Besonders hilfreich war, dass viele Module aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Umweltbelastungen, Klimawandel und Prävention aufgegriffen haben. Die praxisnahe Ausrichtung zeigte sich vor allem in der Bearbeitung konkreter Fallbeispiele, anwendungsorientierter Aufgaben und von Projektarbeiten, bei denen ich theoretische Modelle direkt auf praktische Kontexte anwenden konnte. Dadurch wurde ein realistischer Bezug zu beruflichen Handlungsfeldern hergestellt.

Gerade im internationalen Kontext, auch vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen in Australien, konnte ich viele Inhalte reflektieren und auf unterschiedliche Gesundheitssysteme und Umweltbedingungen übertragen. Das hat mir geholfen, die Relevanz des Gelernten für die Praxis noch besser einzuordnen. Auch hier konnte ich die gelernten praxisnahen Inhalte direkt in meiner Masterthesis aufgreifen.

 

Welchen Rat würden Sie Menschen geben, die über ein Fernstudium nachdenken?

Mein wichtigster Tipp für alle, die ein Fernstudium in Betracht ziehen, ist: Sucht euch ein Studienfach, das euch am Herzen liegt und das euch inhaltlich wirklich interessiert. Dann fühlt sich das Lernen nicht wie eine zusätzliche Belastung an, sondern wie eine sinnvolle Investition in die eigene Zukunft. Seid dabei mutig, neue Wege zu gehen und nehmt auch mal eine anstrengende Zeit in Kauf. Meist lohnt es sich, nicht nur fachlich, sondern auch persönlich, um glücklich und gesund zu werden und zu bleiben.

Daneben sollte man sich bewusst machen, dass ein Fernstudium viel Eigenverantwortung, aber auch große Flexibilität mit sich bringt. Es ist hilfreich, offen mit der eigenen Lebenssituation umzugehen, etwa bei Zeitverschiebungen oder besonderen Rahmenbedingungen, und dies frühzeitig zu kommunizieren. Meine Erfahrung zeigt, dass sowohl Lehrende als auch Mitstudierende sehr verständnisvoll und flexibel reagieren, wenn man das früh anspricht und die größte Hürde eigentlich die erste Kontaktaufnahme ist.

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