APOLLON Absolvent Dr. med. Felix Bauer Master Public Health Prävention & Psychische Gesundheit

Dr. med. Felix Bauer


Studiengang

Public Health (M. Sc.)

Erlernter Beruf

Arzt

Geburtsjahr

1997

Lernen, vernetzen, weitergeben

Dr. med. Felix Bauer, Jahrgang 1997, ist Arzt mit Schwerpunkt Arbeitsmedizin und hat vor Kurzem erfolgreich den Master Public Health (M. Sc.) mit Schwerpunkt Prävention & psychische Gesundheit an der APOLLON Hochschule abgeschlossen. Künftig möchte er seine Erfahrungen dort auch als Tutor weitergeben. Im Interview schildert er, wie ihn sein Weg vom Rettungsdienst über das Medizinstudium zur Prävention geführt hat – und wie das Fernstudium ihm dabei geholfen hat, berufliche Praxis und wissenschaftliche Perspektiven sinnvoll zu verbinden.

 

Herr Dr. Bauer, wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Dr. med. Felix Bauer: Direkt nach meinem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert. Die Tätigkeit im Rettungsdienst hat mich dann nicht nur finanziell durch das Medizinstudium getragen, sondern mich auch fachlich geprägt: Ich war täglich mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern konfrontiert und konnte deren praktische Relevanz unmittelbar erleben. Während des Medizinstudiums entwickelte sich zunehmend mein Interesse an der Prävention von Erkrankungen.

In meiner Doktorarbeit beschäftigte ich mich mit der psychischen Gesundheit von Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Dabei wurde besonders deutlich, welche große Rolle substanzassoziierte Erkrankungen wie Tabak- und Alkoholabusus spielen und wie wichtig präventive Ansätze bereits im Vorfeld sind. Ich habe mich schließlich für die Arbeitsmedizin als Fachrichtung entschieden, da sie ein stark präventiv ausgerichtetes Tätigkeitsfeld bietet. Heute berate ich Mitarbeitende unterschiedlicher Unternehmen zu gesundheitlichen Fragestellungen und arbeite gemeinsam mit Arbeitgebern daran, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen. Um meinen eher individualmedizinischen Blick um eine bevölkerungsbezogene Perspektive zu erweitern, habe ich den Masterstudiengang Public Health mit Schwerpunkt Prävention und psychische Gesundheit an der APOLLON Hochschule absolviert. Das dort vermittelte Wissen ergänzt meine ärztliche Tätigkeit und ermöglicht mir einen umfassenderen Blick auf Gesundheit auf Bevölkerungsebene.

 

Was hat Sie dazu bewogen, ein Fernstudium an der APOLLON Hochschule aufzunehmen?

Ein entscheidender Faktor war für mich die hohe Flexibilität des Fernstudiums. Zu Beginn meines Studiums war ich noch im Schichtdienst mit 24-Stunden-Diensten tätig. Ein klassisches Präsenzstudium mit festen Zeiten wäre unter diesen Bedingungen kaum umsetzbar gewesen. Das Fernstudium an der APOLLON Hochschule hat es mir ermöglicht, sowohl zeitlich als auch räumlich unabhängig zu lernen. Diese Flexibilität war auch deshalb wichtig, weil ich während des Studiums umgezogen bin. So konnte ich mein Studium optimal an meine beruflichen und privaten Lebensumstände anpassen.

Bei der Auswahl des Studiengangs war für mich besonders der Schwerpunkt auf Prävention und psychischer Gesundheit ausschlaggebend. Beide Themen spielen in meiner Tätigkeit als Betriebsarzt eine zentrale Rolle, da die psychische Gesundheit im Arbeitsleben zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Gab es besondere Herausforderungen und/oder besonders positive Aspekte im Fernstudium an der APOLLON Hochschule?

Ein besonders positiver Aspekt war für mich der Austausch mit anderen Studierenden. Bereits zu Beginn des Studiums habe ich eine Kommilitonin kennengelernt, die ebenfalls als Ärztin tätig ist. Wir hatten ähnliche Voraussetzungen und konnten uns bei Herausforderungen gegenseitig unterstützen. Schon früh entschlossen wir uns, gemeinsam das Gruppenprojekt Versorgungsforschung zu absolvieren und fanden eine ebenso motivierte Kommilitonin, welche uns Ärzten durch ihre Tätigkeit bei einer großen gesetzlichen Krankenversicherung entscheidenden Input in betriebswirtschaftlichen und bevölkerungspolitischen Bereichen gab. Aus dieser Zusammenarbeit ist nicht nur ein erfolgreiches Projekt, sondern auch ein nachhaltiges berufliches Netzwerk entstanden, das bis heute besteht.

 

Wie beurteilen Sie die Praxisnähe des Studiums?

Das Studium war insgesamt sehr praxisnah gestaltet, insbesondere durch Gruppenprojekte und Seminare. Darüber hinaus bestand häufig die Möglichkeit, eigene Themen in Projekt- oder Hausarbeiten einzubringen. Ich habe diese Chance genutzt, um Fragestellungen aus meinem beruflichen Alltag wissenschaftlich zu bearbeiten. Dadurch konnte ich die Ergebnisse direkt in meine Arbeit übertragen und gleichzeitig mein Studium davon profitieren lassen.

 

Sie sind alsTutor an der APOLLON Hochschule tätig, wie kam es dazu?

Schon während meines Masterstudiums war es mein Ziel, später als Tutor tätig zu werden. Das immer positive und wertschätzende Feedback meiner Tutorinnen und Tutoren sorgte für eine gute Lernatmosphäre, in der ich weiter motiviert wurde, meine Kenntnisse und Fähigkeiten auszubauen. Gleichzeitig habe ich bereits während des Studiums häufig Kommilitoninnen und Kommilitonen bei fachlichen Fragen unterstützt und gemerkt, wie viel Freude mir diese Tätigkeit bereitet. Dies möchte ich in meiner Tätigkeit als Tutor weiterführen. Ich denke hierbei gerne an die Zeit als Student an der APOLLON zurück und freue mich sehr, nun auch selbst Studierende auf ihrem „Weg zum Hut“ begleiten zu dürfen.

 

Haben Sie Tipps für Menschen, die im Berufsleben stehen und sich für ein Fernstudium interessieren?

Ich empfehle, die Studienunterlagen immer möglichst griffbereit liegen zu haben. Wenn die Studienhefte oder zum Beispiel die Fallaufgabe bereits am Computer geöffnet ist, besteht die Tendenz, auch darin zu lesen oder kleine Teilaufgaben zu bearbeiten. Es wird jedoch auch immer Zeiten geben, in denen die Motivation nicht so hoch ist. Hier ist es wichtig, sich auf kleine Zwischenziele zu konzentrieren und auch in Kontakt mit anderen Studierenden zu treten. Prokrastination oder Denkblockaden lösen sich erfahrungsgemäß besser, wenn schwierige Aspekte und Fragestellungen besprochen werden können. Oftmals kommt die Lösung für das eigene Problem auch einfacher bei einer (virtuellen) Tasse Kaffee mit befreundeten Kommilitonen.

Public Health

mit Schwerpunkt Prävention und psychische Gesundheit

Public Health hat laut WHO drei Ziele: „Verhinderung von Krankheiten, Verlängerung des Lebens und Förderung der Gesundheit“ – und das immer mit Blick auf die Bevölkerung oder Teile davon. Sie zu gestalten und zu managen, ist eine zentrale Aufgabe verschiedener Player im Gesundheitswesen. Der APOLLON Masterstudiengang Public Health qualifiziert Sie dafür, Zustände und Bedürfnisse von Bevölkerungsgruppen vor allem im Hinblick auf psychische Gesundheit zu analysieren sowie zur Problemlösung wirksame präventive Strategien und Maßnahmen zu erarbeiten. In diesem Sinne bauen Sie Ihr fachwissenschaftliches, methodisches und persönliches Repertoire auf Masterniveau aus.

mit Schwerpunkt Umwelt & Gesundheit

Der Master Public Health an der APOLLON Hochschule bildet Sie zum einen auf hohem akademischem Niveau dafür aus, Gesundheit für unterschiedliche Personengruppen zu analysieren und die entsprechende Versorgung zu optimieren. Sie erwerben berufsbegleitend einen der anerkanntesten akademischen Abschlüsse: den Master of Science (M. Sc.).

Zum anderen spezialisiert der Studiengang Sie für den Teilbereich Umwelt und Gesundheit, der von enormer Bedeutung ist. Umwelt und Klima wirken direkt auf die menschliche Gesundheit ein. Die Klimaerwärmung bringt hitzebezogene Erkrankungen genauso mit sich wie klimasensible Infektionen (z. B. FSME und Borreliose). Um künftige Herausforderungen zu meistern, sind spezielle Public Health-Expertinnen und -Experten gefragt.

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