APOLLON Absolventin Daniela Wittrock Bachelor Pflegemanagement

Daniela Wittrock


Studiengang

Pflegemanagement (B. A.)

Erlernter Beruf

examinierte Altenpflegerin

Derzeitiger Beruf

Lehrperson in der Pflege

Geburtsjahr

1973

„Der Stammtisch war für mich ein echter Motivator“

Seit mehr als 32 Jahren arbeitet Daniela Wittrock aus Papenburg in der Pflege. Neben Familie und Beruf entschied sie sich für ein Fernstudium an der APOLLON Hochschule – mit Erfolg: Kürzlich schloss sie den Bachelorstudiengang Pflegemanagement (B. A.) ab. Besonders geprägt haben sie während des Studiums die regelmäßigen Treffen des Oldenburger APOLLON Stammtischs. Im Interview berichtet sie von ihrem Werdegang, den Herausforderungen des Fernstudiums und davon, wie wichtig Motivation, Austausch und gegenseitige Unterstützung sein können.

 

Frau Wittrock, wie sieht Ihr Werdegang aus?

Daniela Wittrock: Ich habe nach meinem erweiterten Realschulabschluss eine Pflegeausbildung gemacht, bin examinierte Altenpflegerin und arbeite seit mehr als 32 Jahren in der Pflege. Seit Ende 2020 habe ich an der APOLLON Hochschule nebenberuflich den Bachelor Pflegemanagement studiert. Im Juli fange ich als Lehrende an der Ludwig Fresenius Schule in Leer an. Darauf freue ich mich schon sehr.

 

Warum haben Sie sich für ein Fernstudium entschieden?

Ich war immer schon sehr an Weiterbildung interessiert. Für mich war das Studium eine Möglichkeit, mir für die Zeit, wenn meine vier Kinder erwachsen und aus dem Haus sind, neue berufliche Perspektiven zu schaffen. Nach einer Zwischenstation in der Pflegeüberleitung eines Krankenhauses hat sich meine berufliche Ausrichtung verändert. Für eine Leitungsposition verlangen die meisten Einrichtungen praktische Erfahrung, die ich aktuell nicht besaß. Nach einer dreiwöchigen Hospitation habe ich mich entschieden in die Lehre zu gehen, um zukünftige Pflegeassistentinnen und -assistenten sowie Pflegefachpersonen auszubilden. Auf die APOLLON Hochschule hat mich damals eine Kollegin aufmerksam gemacht, das flexible Konzept passte gut zu meinem Leben.

 

Neben dem Studium spielte auch der Oldenburger APOLLON Stammtisch eine wichtige Rolle für Sie. Wie sind Sie dazu gekommen?

Auf die Stammtische wurde ich schon zu Beginn meines Studiums aufmerksam. Allerdings waren damals während der Pandemie viele Gruppen inaktiv oder trafen sich nur digital. Kurz nach meinem Studienstart wurde der Oldenburger Stammtisch dann aber durch Daina Zibulski wiederbelebt. Ich habe das auf dem Online-Campus gesehen und mich direkt angeschlossen. Ich fand die Treffen von Anfang an wirklich toll. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, über die wir uns austauschen und organisieren. Der Stammtisch war für mich ein echter Motivator. Es gibt einen festen Kern von fünf bis sechs Personen, insgesamt sind wir meistens etwa zehn bis zwölf Teilnehmende. Selbst wenn mal weniger Leute Zeit haben, findet das Treffen trotzdem statt – es ist einfach ein fester Termin geworden.

 

Was macht die Treffen für Sie besonders?

Vor allem der Austausch. Wir treffen uns alle zwei Monate, meistens in einem Lokal in Autobahnnähe, damit es für alle gut erreichbar ist. Zwischendurch gab es auch immer wieder Lerntreffen, gerade als viele von uns gleichzeitig an ihren Bachelorarbeiten geschrieben haben. Der Zusammenhalt ist wirklich besonders. Neue werden sofort integriert, man unterstützt sich gegenseitig, tauscht Tipps aus und spricht über wissenschaftliches Schreiben, Methoden oder ganz allgemein über das Studium. Dabei kommen Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen zusammen, wie etwa Pflegemanagement, Soziale Arbeit oder Gesundheitsökonomie. Es tut einfach gut, sich auch mal persönlich zu sehen und gemeinsam einen netten Abend zu verbringen. Gerade in schwierigen Phasen hat mir das sehr geholfen. Wenn ich mal einen Tiefpunkt hatte, bin ich aus den Stammtischen immer voller Elan und Inspiration herausgegangen. Ein echtes Highlight war unsere gemeinsame Wochenendfahrt nach Cuxhaven. Dort haben wir Lernphasen mit Freizeit verbunden. Und auch zur Absolventenfeier fahren wir gemeinsam.

 

Wie haben Sie Ihr Fernstudium im Alltag organisiert?

Das Fernstudium bietet viel Flexibilität, aber man muss sich gut organisieren. Ich habe versucht, mir feste Freiräume zum Lernen zu schaffen, oft abends oder am Wochenende. Planung ist dabei wirklich das A und O. Die Präsenzseminare haben mir immer gut gefallen und insgesamt habe ich mich recht strukturiert an den Studienablauf gehalten. Ich hatte meistens einen klaren Plan im Kopf. Schriftlich ausgearbeitet habe ich vieles erst gegen Ende bei der Bachelorarbeit. Zu Beginn war ich sehr motiviert und habe alle Einsendeaufgaben bearbeitet. Gerade bei Themen, bei denen ich noch unsicher war, hat mir das viel gebracht. Später habe ich mich dann stärker auf die Fallaufgaben konzentriert. Nebenbei habe ich in Teilzeit gearbeitet, Nachtschichten übernommen und war zusätzlich Mitarbeitervertreterin in einer katholischen Einrichtung. Ohne die Unterstützung meiner Familie wäre das Studium neben dem Beruf nicht möglich gewesen. Alle haben mit angepackt und kleine Aufgaben im Alltag übernommen, dafür bin ich sehr dankbar.

 

Gab es auch Momente, die besonders herausfordernd waren?

Vor allem die Hausarbeiten und die Bachelorarbeit haben mich gefordert. Alles andere war durch die flexible Zeiteinteilung eigentlich gut machbar. Ich neige allerdings dazu, Dinge lieber zu 150 Prozent als nur zu 80 Prozent machen zu wollen – dadurch habe ich mir manchmal selbst Druck gemacht. Auch das Gruppenprojekt war anspruchsvoll. Unsere Gruppe bestand aus Studierenden aus Nord- und Süddeutschland. Wir haben uns teilweise in Präsenz getroffen, das bedeutete natürlich viel Fahrerei. Gleichzeitig haben wir uns regelmäßig online abgestimmt. Mit einigen aus der Gruppe habe ich bis heute Kontakt.

 

Was ist Ihnen an der APOLLON Hochschule besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Sehr gut gefallen haben mir die wissenschaftliche Sprechstunde von Prof. Dr. Claudia Kemper und der Journal Club, in dem vermittelt wurde, wie man Studien richtig liest und einordnet. Auch die Repetitorien waren für mich eine große Unterstützung. Außerdem möchte ich unbedingt den Studienservice hervorheben. Dort waren alle immer sehr freundlich, engagiert und hilfsbereit.

 

Welchen Rat würden Sie Menschen geben, die über ein Fernstudium nachdenken?

Einfach machen! Gerade in der Pflege entwickelt sich vieles weiter und manchmal braucht es einfach den Mut, neue Wege zu gehen.

APOLLON Bachelor Pflegemanagement

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