APOLLON Studierende Ann-Christin Kurlbaum Master Psychologie

Ann-Christin Kurlbaum


Studiengang

Psychologie (M. Sc.)

Erlernter Beruf

Luftbildauswerterin

Derzeitiger Beruf

sozialpsychologische Betreuung

Geburtsjahr

1990

„Für mich ist Bildung ein dauerhafter Zustand“

Ann-Christin Kurlbaum, Jahrgang 1990, arbeitet in der sozialpsychologischen Betreuung und hat vor Kurzem den Master Psychologie (M. Sc.) mit Schwerpunkt Beratungspsychologie abgeschlossen. An der APOLLON Hochschule absolvierte sie bereits den Bachelorstudiengang Angewandte Psychologie (B. Sc.) und entschied sich anschließend für den Master. Im Interview berichtet sie über ihren beruflichen Weg von der Bundeswehr über das Studium bis hin zur geplanten Selbstständigkeit und davon, wie sich Weiterbildung, Familie und berufliche Neuorientierung erfolgreich verbinden lassen.

Frau Kurlbaum, wie verlief Ihr beruflicher Weg bis heute?

Ann-Christin Kurlbaum: Nach dem Abitur verpflichtete ich mich für 13 Jahre bei der Bundeswehr und war bis Ende 2023 als Soldatin bei den Marinefliegern in Nordholz tätig, unter anderem als Luftbildauswerterin, und oft auch in Auslandseinsätzen. Parallel dazu begann ich 2018 mein Bachelorstudium in Angewandter Psychologie an der APOLLON Hochschule, das ich noch vor der Geburt meiner Tochter abschloss. Mit dem Übergang in einen neuen Lebensabschnitt habe ich mich bewusst für einen beruflichen Neustart entschieden, da sich meine vorherige Tätigkeit nur schwer mit dem Familienleben vereinbaren ließ.

Ich begann den Masterstudiengang und sammelte zunächst als Werkstudentin im Marketing Einblicke in die Werbepsychologie, bevor ich eher zufällig auf meine heutige Stelle stieß: Seit November 2024 arbeite ich in Teilzeit in der sozialpsychologischen Betreuung in einer Tagesstätte für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Neben dieser Tätigkeit, die mir sehr am Herzen liegt, möchte ich mich selbstständig machen: Ich eröffne demnächst eine eigene Praxis und strebe zusätzlich die Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie an. Ergänzend zum Studium habe ich mich bereits in Bereichen wie Trauma- und Hypnosetherapie weitergebildet. Für mich ist Bildung ein dauerhafter Zustand.

Warum haben Sie sich für ein Fernstudium entschieden?

Ein Präsenzstudium kam für mich nicht infrage, allein schon wegen meiner Verpflichtung bei der Bundeswehr. Zwar war mein Arbeitgeber kooperativ und ich wurde für Klausuren und andere wichtige Termine im Studium freigestellt, aber mehr Entgegenkommen wäre nicht möglich gewesen. Ich war zudem immer gerne berufstätig. Mir war es wichtig, finanziell unabhängig zu bleiben. Außerdem hätte ich mich mit seinerzeit Anfang 30 in einem Uni-Alltag mit viel jüngeren Kommilitonen nicht wohlgefühlt, ich wollte mir gewissermaßen meinen „Erwachsenenraum“ erhalten. Das Fernstudium bot mir genau die Flexibilität, die ich mir wünschte, um mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln, ohne meinen Job und meinen Familienalltag aufzugeben.

Wie sind Sie zur Psychologie und zur APOLLON Hochschule gekommen?

Psychologie hat mich schon immer interessiert. Mit meinem Abitur hätte ich jedoch eine Weile auf einen Studienplatz warten müssen – im Nachhinein war das ein Vorteil. Ich konnte erst einmal praktische Erfahrungen sammeln und herausfinden, wer ich bin und was ich wirklich möchte. Zur APOLLON Hochschule kam ich, weil ich damals in Bremen wohnte und mir die räumliche Nähe wichtig war. So konnte ich ohne lange Anreise zum Beispiel an den Einführungsseminaren teilnehmen. Mir gefiel, dass die Hochschule einen familiären, freundlichen Eindruck machte, denn ich suchte nicht nach einer großen, anonymen Fernuni. Mein positiver erster Eindruck hat sich im Studium absolut bestätigt. Später stellte sich aber auch heraus, dass der Faktor räumliche Nähe nicht so wichtig war wie gedacht: Ich merkte, dass mir Online-Seminare und Open-Book-Klausuren sehr liegen.

Wie gestaltete sich das Studium für Sie?

Ich habe im Bachelorstudium schnell gemerkt, dass ich etwas gefunden habe, was mich wirklich interessiert. Das Lernen machte mir Spaß. Ich nutzte die Zeit an den Wochenenden, nahm mir zwischendurch frei oder konnte Überstunden abbauen. Das alles war aber nur mit viel Organisation und dem Rückhalt meiner Familie möglich. Ich bin sehr strukturiert, plane Wochen und Monate vor und feste Termine ein. Wenn ich mir ein Modul ausgesucht hatte, teilte ich es mir auf. Ich notierte ganz klassisch handschriftlich Kapitel und einzelne Seiten, sodass ich sie abhaken konnte, wenn ich damit fertig war.

Auch meine Thesis habe ich in einzelne Elemente aufgeteilt. Für mich muss diese Aufteilung sehr detailliert sein, weil ich mir zeitmäßig sonst enormen Druck mache und nervös werde. Ich arbeite am besten mit kleinen Häppchen, die für mich realistisch abzuarbeiten sind. Puffer habe ich immer einkalkuliert, so konnte ruhig etwas dazwischenkommen, denn Familie ging und geht selbstverständlich immer vor. Eine gute Vorbereitung ist für mich essenziell, um nicht in Stress zu geraten. So halte ich es auch mit meiner Arbeit.

Gab es besondere Herausforderungen im Fernstudium für Sie? Wie haben Sie sie gemeistert?

Natürlich gab es zwischendurch motivationale Herausforderungen. Ich legte dann eine Pause ein und suchte mir irgendwann ein praxisnahes Modul aus, das mich inhaltlich besonders ansprach. So tastete ich mich langsam, in kleinen Schritten, wieder ins Studium hinein. Manchmal war es für mich schwierig, während eines Auslandseinsatzes zu lernen – in anderer Umgebung und mit anderen Rahmenbedingungen als gewohnt. Für mich gestalteten sich auch die Exposéphasen für größere schriftliche Arbeiten immer wieder herausfordernd. Sie waren sehr arbeitsintensiv, da ich alles möglichst detailliert vorbereiten wollte. Meiner Familie habe ich dann jeweils im Vorfeld kommuniziert, dass ich nun eine Weile ein wenig angespannter sein würde als sonst, so funktionierte es ganz gut für uns.

Sind Ihnen Dinge im Fernstudium an der APOLLON Hochschule besonders positiv aufgefallen?

Der direkte Kontakt zu den Tutorinnen und Tutoren hat mir sehr gut gefallen. Ob schriftlich oder mündlich, sie haben immer schnell, ausführlich und freundlich Auskunft gegeben. Während der Bachelor-Thesis habe ich mich von Prof. Dr. Scherenberg und Prof. Dr. Eckert und während der Master-Thesis von Dr. Gruber und Herrn Klinke super betreut gefühlt. Insgesamt herrschte immer eine angenehm studierendennahe Atmosphäre an der APOLLON Hochschule.

Den Online-Campus kann ich nur empfehlen, er bietet eine Fülle an Informationen und man kann sich nahezu permanent weiterbilden, wenn man möchte. Besonders toll finde ich auch das Mentorenprogramm. Mittlerweile arbeite ich eine Weile selbst als Mentorin und habe bereits verschiedene Mentees betreut. Gerade zum Studienstart kann es eine große Hilfe sein, jemanden zu haben, der einem zum Beispiel mit Tipps zur Organisation zur Seite steht. Ich mag diese Tätigkeit als Mentorin sehr. Und nicht nur ich gebe hier anderen Hilfestellung, sondern das, was zurückkommt, hilft auch mir – ein Austausch, den ich sehr schätze.

Haben Sie Tipps für Menschen, die sich für ein Fernstudium interessieren?

Wer sich nicht sicher ist, ob ein Fernstudium das Richtige ist, kann einen der zahlreichen Zertifikatskurse an der APOLLON Hochschule oder aber einen Kurs an der APOLLON Akademie belegen. Es ist in jedem Fall ein Gewinn: Selbst, wenn man sich anschließend nicht für ein Fernstudium entscheidet, hat man etwas dazugelernt und ist um eine Erfahrung reicher.

APOLLON Master Psychologie (M. Sc.)

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In nahezu allen psychologischen Tätigkeitsfeldern werden heute ausgeprägte Kommunikations- und Beratungskompetenzen vorausgesetzt. Deshalb setzt unser allgemeiner Masterstudiengang einen besonderen Schwerpunkt auf die Beratungspsychologie, der zudem vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) anerkannt ist.

Das durchgehend praxisorientierte Studium bereitet Sie nicht nur gezielt auf professionelle Beratungssituationen vor, sondern vermittelt Ihnen zugleich fundierte Kenntnisse in den Grundlagen- und Methodenbereichen der Psychologie. Ergänzend dazu ermöglichen individuelle Wahlpflichtmodule eine fachliche Vertiefung in unterschiedlichen Berufsfeldern.

Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben Sie damit eine solide und besonders anwendungsnahe Qualifikation für die Tätigkeit als beratende Psychologin oder beratender Psychologe – beispielsweise in klinischen, pädagogischen oder wirtschaftspsychologischen Kontexten.

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