Tom Schulze
Studiengang
Master GesundheitsökonomieErlernter Beruf
Geburtsjahr
Im Rahmen des DGfN-Kongresses am 02. Oktober 2025 in Berlin präsentierte APOLLON Absolvent Tom Schulze (M. A. Gesundheitsökonomie) seine Masterarbeit anhand eines Vortrags mit dem Titel „Organisatorische Standardisierung und personalisierte Hämodialyse: Ist das machbar und was nutzt es?“ im KfH-Vorsymposium.
Die Arbeit entstand in Kooperation mit dem KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., mit dem die APOLLON Hochschule im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts zur qualitativen und quantitativen Personalplanung in der Dialyseversorgung zusammengearbeitet hat. Insbesondere sollten Erkenntnisse in Bezug auf eine medizinische Leistungsqualität sowie auf strukturierte und effiziente Prozesse gewonnen werden, die die Leistungserstellung maßgeblich verbessern können und dadurch eine qualitativ hochwertige Gesundheitsdienstleistung für Patientinnen und Patienten garantieren.
Vortrag DGfN-Kongress Berlin
Titel Vortrag:
Organisatorische Standardisierung und personalisierte Hämodialyse:
Ist das machbar und was nutzt es?
Ort/Datum/Veranstaltung:
Berlin, 02.10.2025 / DGfN-Kongress: KfH-Vorsymposium
Autoren:
T. Schulze, O. Götz, W. Hipp, A. Loßin, M. Masanneck
Titel Master-Thesis:
Analyse des Best Practice-Prozesses Standarddialyse am Beispiel von zwei Nierenzentren des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.: Feldstudie mit Vergleich
Aufgrund vielseitiger Herausforderungen im Gesundheitswesen verfolgt das KfH mit der Ausrichtung auf Best Practice-Ansätze das KfH das Ziel, stabile und effiziente Prozessabläufe zu identifizieren und abzubilden, sowie diese perspektivisch an den KfH-Einrichtungen zu implementieren.
Ein im Rahmen des Best Practice-Ansatzes erarbeiteter Prozess ist die Standarddialyse. Mittels einer Prozessbeschreibung wird der Tätigkeitsablauf verschiedener Berufsgruppen während der Dialysebehandlung unter Berücksichtigung geforderter Qualitätsmerkmale und abrechnungsrelevanter Voraussetzungen aufgezeigt. Über die Prozessumsetzung in den KfH-Standorten gibt es jedoch nur unzureichende Erkenntnisse
Zielstellung der Arbeit ist die Ermittlung des Umsetzungsgrad und Anforderungen, die Identifikation von Einflussfaktoren und Auswirkungen sowie die Prüfung einer Produktivitätssteigerung an den KfH-Standorten.
Ein Mixed-Method-Ansatz bestehend aus systematischer Literaturrecherche, Experteninterviews, Beobachtungsstudie, Sekundärdatenanalyse und Umfrage wurde angewendet.
Die Prozessstandardisierung kann bei unterschiedlichen standortspezifischen Gegebenheiten umgesetzt werden unter Berücksichtigung einer bedarfsorientierten Personalplanung und qualifikationsorientierten Tätigkeitsverteilung. Weiterhin müssen individuell verordnete Dialysezeiten in den Ablauf eingebaut werden. Die Anzahl von Stockwerken und Raumaufteilung ist bei der Prozessumsetzung einzubeziehen.
Die Prozessstandardisierung hat führt in den KfH-Standorten im Bereich des Personals zu einem Sicherheitsgefühl und klare Aufgabenzuweisung und erhöht die Resilienz im Team. Bei den Patientenleistungen außerhalb des Tätigkeitsablaufs (Kerngeschäft Dialyse) können Einschränkungen auftreten. Hinsichtlich der Entwicklung der Produktivität ist aufgrund multidimensionaler Einflüsse kein eindeutiger Zusammenhang erkennbar. Es wird angenommen, dass die Standardisierung von Prozessen eine Basis für die Produktivitätssteigerung im KfH-Standort bildet.