Zukunft des Reisens: Tourism Management in Health & Wellness

APOLLON Hochschule Bachelor Tourism Management

Gesundheit, Reisen und Management – wer all das verbinden möchte, findet im Bachelorstudiengang Tourism Management in Health & Wellness an der APOLLON Hochschule eine zukunftsweisende Kombination. Der Studiengang richtet sich an Menschen, die die wachsende Bedeutung von Gesundheit im Tourismus erkennen und in diesem dynamischen Feld professionell Fuß fassen wollen.

Studiengangsleiter Prof. Dr. Kai-Torsten Illing bringt nicht nur wissenschaftliches Know-how, sondern auch langjährige internationale Projekterfahrung ein – und sorgt so dafür, dass der Praxisbezug nicht zu kurz kommt. Im Interview gibt er Einblicke in aktuelle Trends wie Longevity, Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen und die Relevanz psychologischer Kompetenzen. Dabei wird deutlich: Das Studium bereitet praxisnah und konkret auf die komplexen Herausforderungen im Gesundheitstourismus vor.

Herr Prof. Dr. Illing, Sie verantworten als Studiengangsleiter den Bachelor Tourism Management in Health&Wellness. Welche aktuellen Trends im Gesundheitstourismus finden sich im Curriculum des Studiengangs wieder?
Prof. Dr. Illing: Wir sind mit sehr vielen unterschiedlichen Trends konfrontiert, die die wir jeweils aktuell im Lehrplan unseres Studiengangs berücksichtigen. Da wäre zum Beispiel die demografische Entwicklung: Immer mehr Menschen werden immer älter und möchten bis ins hohe Alter reisen. Allerdings benötigt diese Zielgruppe eine bestimmte Ansprache, insbesondere dann, wenn die ersten körperlichen oder geistigen Einschränkungen vorliegen.

Ein weiterer Trend: Viele Menschen sind heute sehr gesundheitsbewusst, damit steigt der Bedarf an passenden Reiseangeboten. Natürlich muss das Personal in den touristischen Betrieben dafür entsprechend ausgebildet werden. Gleichzeitig gibt es aber auch sehr viele Menschen, die ungesund leben. Wenn zum Beispiel übergewichtige Menschen dann aber irgendwann Probleme mit dem Stütz- und Bewegungsapparat oder Diabetes bekommen, entwickeln sie oft ein anderes Gesundheitsbewusstsein und haben den Wunsch, etwas zu ändern.

Um auch auf diese Bedürfnisse eingehen zu können, müssen in gesundheitstouristischen Betrieben Möglichkeiten bereitgestellt werden, die Gäste mit passenden Informationen und Behandlungen zum Thema „gesunder Lebensstil“ zu versorgen. Darüber hinaus gibt es viele beruflich erfolgreiche und engagierte Menschen, die vor allem Entspannung benötigen, um ihr aktives Leben weiterhin erfolgreich anpacken zu können. Wenn man Wellness weiterdenkt, kommt man zum Thema Longevity, einem neuen Trend, der mit mehr medizinischem Einsatz die Lebenserwartung bei guter Lebensqualität steigern will.

Wie werden die ständige Aktualität der Themen und der Praxisbezug sichergestellt?

Bei den Lern- und Prüfungsmaterialien für unsere Studierenden achten wir permanent auf die wissenschaftliche Aktualität, damit Links, Beispiele oder Zahlen stets einen zeitgemäßen Bezug haben. Mir ist es auch wichtig, im Studiengang immer wieder den Praxisbezug herzustellen: Denn es ist eine Sache, sich mit Informationen aus Büchern zu versorgen und eine ganz andere, auf einem echten Grundstück ein echtes Hotel zu bauen. Die Zusammenschau dieser beiden Dinge möchte ich meinen Studierenden unbedingt mit auf den Weg geben.

Mit Ihrer langjährigen Erfahrung: Wie profitieren Studierende konkret von Ihrem Know-how in nationalen und internationalen Projekten?

Ich wünsche mir, dass die Studierenden einen Einblick bekommen, was wirklich passiert, wenn ein Projekt wie ein Hotelneubau in Angriff genommen wird. Dabei geht es zum Beispiel um die Zusammenarbeit im Planungsteam und darum, verschiedene Interessen und Wünsche zu berücksichtigen, die etwa von den Einheimischen und von der Regierung des Landes, in dem gebaut wird, eingebracht werden. Der Architekt hat seine Vorstellungen, der Investor ebenfalls.

Und dann stehen Sie irgendwann tatsächlich auf dem Grundstück, das bebaut werden soll: Sie atmen die Luft ein, Sie sehen die Szenerie vor Ort, Sie wissen, dass Sie daran gemessen werden, das Hotel zu einer sehr guten Auslastung zu führen. Sie erfahren mehr über die gesetzlichen Bauvorschriften. Sie sitzen mit der Baufirma zusammen, die das Projekt realisieren soll. Die Komplexität ist enorm und es ist meiner Meinung nach kaum möglich, sie in rein theoretischer Form, etwa in einem Lehrbuch, wiederzugeben. Ich habe verschiedene Projekte dieser Art begleitet und möchte auf der Basis von Präsentationen oder Videos davon berichten, um den Studierenden ein realistisches Bild zu vermitteln.

Können Sie ein aktuelles Projekt skizzieren, bei dem Sie mit Investoren und Architekten im Gesundheitstourismus zusammenarbeiten?

Ich bin an verschiedenen aktuellen Projekten beteiligt, eines davon ist noch in der Planungsphase. Ich bin hier Teil eines größeren Teams. Auf einer Inselgruppe vor der afrikanischen Küste soll ein Sportresort entstehen, dafür wurde eine große Bucht gekauft. In diesem Resort soll auch ein medizinisches Zentrum entstehen – nicht nur Bäder, Saunen, Fitness-, Kosmetik- und Ruheräume, sondern weitere Angebote, mit denen die Gäste ihre Lebenserwartung bei guter Gesundheit verbessern können. Dazu gehören beispielsweise eine umfassende Diagnostik und Outdoor-Sport.

Die Zielgruppe sind Gäste zwischen Mitte 40 und 50 mit sehr guten beruflichen Positionen, die sie mindestens noch weitere 10 bis 20 Jahre ausfüllen wollen. Dafür benötigen sie sehr viel Energie und Kraft, die ja leider mit dem Alter nachlassen. Im Fokus des Sportresort-Projekts steht also der neue Longevity-Trend, eine Schnittstelle aus Tourismus einerseits und tendenziell medizinischer Gesundheit andererseits, auf die unser Studium so gut vorbereitet.

Das Studium vermittelt unter anderem Know-how im Bereich Marketing-Psychologie. Wie wichtig ist psychologische Kompetenz, um Angebote gesundheitstouristisch erfolgreich zu positionieren?

Ich halte die psychologische Kompetenz der Studierenden für sehr wichtig, weil sie dabei hilft zu verstehen, was die Reisenden wirklich benötigen. Zu diesem Thema habe ich auch viel publiziert. Je besser die Produkte der Reise auf die Bedürfnisse der Reisenden zugeschnitten sind, desto mehr Zustimmung finden die Produkte. Wir lassen uns daran messen, ob es den Gästen nach dem Aufenthalt besser geht, ob sie sich etwa in ihrem Körper wohler fühlen und selbstbewusster wieder in den Arbeitsalltag eintauchen können.

Welche Arten von Berufsperspektiven eröffnen sich Absolventinnen und Absolventen heute und welches Praxiswissen braucht man, um in internationalen Spa-Resorts, Kurorten oder Gesundheitsdestinationen erfolgreich zu werden?

Die beruflichen Möglichkeiten sind vielseitig: Die Studierenden können – das liegt erstmal auf der Hand – in privat geführten Hotels arbeiten oder in großen Hotelketten, wo es zum Beispiel um die Planung neuer Anlagen geht. Auch eine Tätigkeit mit wirtschaftlicher und organisatorischer Verantwortung in Fitness- oder Gesundheitszentren ist denkbar.

Natürlich besteht darüber hinaus die Möglichkeit, in regionalen Organisationen zu arbeiten, beispielsweise im Destinationsmanagement, um dort für eine Region im Sinne der touristischen Regionalentwicklung aktiv zu werden. Sie können in traumhaften Anlagen im In- und Ausland arbeiten, bei Reiseveranstaltern oder in Beratungsunternehmen.

Es geht immer um Tourismus einerseits und um Wellness sowie Gesundheit andererseits. Durch den doppelten Schwerpunkt bei uns, nämlich Wirtschaft und Management einerseits sowie Gesundheit andererseits, können die Absolventinnen und Absolventen auch in der Planung von Gesundheitsprogrammen sinnvoll eingebunden werden.

Prof. Dr. Kai Illing

Prof. Dr. Kai Illing

Herr Prof. Dr. Illing unterstützt seit 2010 als Modulverantwortlicher die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft im Studiengang Tourism Management in Health & Wellness (ehem. Gesundheitstourismus). Als neuer Studiengangsleiter verantwortet er insbesondere weiterhin die Module Einführung in den präventionsorientierten Gesundheitstourismus, Rehabilitation, Kur- und Präventionstourismus, Einführung in das Gesundheits-, Wellness- und Spa-Management und Management gesundheitstouristischer Destinationen.

Nach dem Studium der Geschichte, Altertumswissenschaften und Ethnologie sowie der Promotion an der Freien Universität Berlin, absolvierte Herr. Prof. Dr. Illing an der bbw Akademie für betriebswirtschaftliche Weiterbildung seine Berufsausbildung als staatlich anerkannter Betriebswirt.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit an der APOLLON Hochschule, ist er seit 1998 Geschäftsführer der Unternehmensberatung TDC Prof. Dr. Kai Illing und seit dem Jahr 2006 Associate Professor in Österreich. Ferner arbeitet er seit fast 20 Jahren an der FH Joanneum in Graz (Österreich) und hat dort eine Professur im Studiengang Gesundheitsmanagement im Tourismus inne.

Herr Prof. Dr. Illing bildet sich stetig mittels der Teilnahme an diversen Weiterbildungen fort. So verfügt er unter anderem über zahlreiche Weiterbildungszertifikate im Bereich Qualitäts- und Projektmanagement sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement. Ferner ist er ÖQA Fachexperte.

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