26/09/2016

WOHIN DES WEGES? BRINGT MICH EINE WEITERBILDUNG ODER EIN FERNSTUDIUM WIRKLICH AUF DER KARRIERELEITER NACH OBEN?

You are dissatisfied with your job situation and would like to climb a bit higher on the career ladder? Develop yourself professionally? In that case, a distance learning or a further education in addition to the profession might be suitable for you. But: is that even feasible, time and financially? How to cope with the undoubtedly large additional burden? And, a particularly important question: Will the efforts really pay off someday? Nobody can answer that better than someone who has actually chosen this path for themselves. That’s why we talked to Michael Walch, a successful graduate of APOLLON University, and asked him about his experiences with distance learning.

Please introduce yourself and describe your career!

My name is Michael Walch, I'm 33 years old, married and have a three month old son. After my training as a social security specialist at BARMER Saarbrücken, I worked for about two years as a consultant in Saarbrücken. From there we went to Tuttlingen, where I took over the management of a local office and then after about three years in the same function to Gerolstein in the Eifel. After about two years there I took over the office Vulkaneifel in Daun. I was employed there until the end of April 2015. Since May 2015, I have been working as a specialist coordinator in the BARMER GEK service center.

What were your motivations to start a distance learning course? Which course of study did you choose and why?

Ich habe mich im Januar 2012 für ein Studium der Gesundheitsökonomie an der APOLLON Hochschule entschieden. Einerseits wollte ich den Bezug zu meiner Tätigkeit wahren, andererseits aber auch meine beruflichen Perspektiven erweitern. An den Bachelor-Studiengang, den ich nach fünf Semestern abschließen konnte, habe ich unmittelbar den Master-Studiengang angehängt. Vor Kurzem habe ich auch diesen erfolgreich abgeschlossen.

Wie hat sich das Fernstudium neben dem Beruf in Bezug auf Organisation, Zeiteinteilung und auch finanzielle Machbarkeit für Sie gestaltet?

Ein berufsbegleitendes Studium fordert meiner Meinung nach stets große Opfer. Neben meiner Vollzeitstelle und wechselnden Tätigkeiten verbunden mit Umzügen und immer wieder neuen Einarbeitungen, war ich zusätzlich ehrenamtlich als Judo-Kampfrichter unterwegs und übe ein weiteres Ehrenamt im Vorstand des Saarländischen Judobundes aus. Ohne die Unterstützung meiner Frau und meiner Familie wäre es nicht so einfach gewesen, das alles unter einen Hut zu bekommen. Ansonsten hat es mir im Studium stets geholfen, mit Meilensteinen und festen Zielen zu arbeiten. Zudem ergänzen viele Studieninhalte auch meine berufliche Tätigkeit, was mich natürlich nochmals motivierte, es durchzuziehen. Das A und O ist auf jeden Fall eine gute Planung – das betrifft letztlich auch die finanzielle Belastung.

Hat Ihr Arbeitgeber Sie im Studium unterstützt?

Mein Arbeitgeber hat mich insofern unterstützt, dass ich zusätzliche Urlaubstage pro Semester erhalten habe. Auch bei wichtigen Präsenzterminen hatte ich nie Probleme, Urlaubstage genehmigt zu bekommen.

Hat sich das Fernstudium in Bezug auf Ihre Karrieremöglichkeiten für Sie ausgezahlt? Konnten Sie aufgrund Ihres Studiums beruflich aufsteigen und sich weiterentwickeln? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Das Bachelor-Studium hat mir den Weg in die jetzige Tätigkeit geebnet, denn dafür war ein Studium Voraussetzung. Insofern hat es mich beruflich weitergebracht. Nach dem abgeschlossenen Master-Studiengang bin ich mit meinem Zentrumsleiter auch weiterhin in Gesprächen darüber, wie ich mich weiterentwickeln und wie er mich dabei unterstützen kann. Somit kann ich ein positives Fazit ziehen.

Haben Sie allgemeine Tipps für das Fernstudium? Worüber sollte man sich im Vorfeld im Klaren sein?

Auch wenn es sich vielleicht etwas abgedroschen anhört: Niemals aufgeben, immer weitermachen, sich auch von Rückschlägen nicht aufhalten lassen und mit Meilensteinen arbeiten! Außerdem empfand ich es als hilfreich, ein Netzwerk mit Kommilitonen zu pflegen. Das muss nicht groß sein, aber ein regelmäßiger Austausch auch nur mit zwei oder drei anderen Studierenden ist oft schon hilfreich. Man merkt, dass die anderen sich mit den gleichen Problemen beschäftigen. Natürlich muss sich jeder Fernstudierenden darüber im Klaren sein, dass eine große Belastung auf ihn zukommt. Zudem sollte man auch realistisch mit dem Zeithorizont umgehen: Ein Studium ist nunmal nicht „mal eben so“ in drei Monaten geschafft.  

 

Autorin: Hayat Issa