ErfahrungsBerichte

Christina Grahl
(M. A.)

Studiengang Master Angewandte Gerontologie
Erlernter Beruf Gesundheits- und Krankenpflegerin
GeburtsJahr 1986

Interview mit Master-Studentin Christina Grahl: Durch das Studium neue Impulse setzen

Der Bachelor ist geschafft und damit eine große Herausforderung gemeistert. Aber wie geht es nun weiter? Stürze ich mich (wieder) voll ins Berufsleben oder kommt für mich ein Master-Studium in Frage? Was würde mir eine Fortsetzung des Studiums bringen? Und wie lassen sich die akademische Weiterbildung und der Job vereinbaren? Eine APOLLON Studierende berichtet.

Was war Ihr Beweggrund, sich damals mit einem abgeschlossenen Bachelor-Studium Pflege für eine Fortsetzung des Studiums bei uns zu entscheiden und den Master anzustreben?

Nach meinem pflegewissenschaftlichen Bachelor-Studium, das relativ breit gefächert und allgemein konzipiert war, wollte ich im Anschluss gerne einen spezifizierten Fokus auf mein berufliches Umfeld setzen. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit im SGB XI Bereich suchte ich nach einem Master-Studium, das sich mit Beruf und Familie kombinieren lässt und es mir ermöglicht, empirisches Wissen im Bereich der Gerontologie zu erwerben sowie praktisch umzusetzen. Diese Kombination fand ich an der APOLLON Hochschule im Master-Studiengang Angewandte Gerontologie. Durch die Konzeption des Studienganges kann ich mein pflegewissenschaftliches Fundament optimal einbringen, um ein spezifiziertes, evidenzbasiertes Wissen on top zu erwerben und auf diese Weise das Expertenwissen in meinem beruflichen Bereich zu vertiefen. Zudem erwies sich die Studienart des Fernstudiums für mich als optimal, weil dadurch die zeitlichen Ressourcen effektiv und flexibel genutzt werden können.

 

Was haben Sie für Vorteile darin gesehen, zumal Ihr Arbeitgeber Sie ja auch unterstützt? Haben Sie vielleicht sogar eine andere Position im Unternehmen in Aussicht?

Mein Arbeitgeber unterstützt mein Masterstudium an der APOLLON Hochschule zu 100 %, weil er den Mehrwert und den langfristigen Profit für das Unternehmen erkannt hat. Die Herausforderungen in der Pflege, unter anderem bedingt durch den demografischen Wandel, sind im SGB XI Bereich aktuell schon enorm und werden sich zukünftig noch verstärken. Man kann nun vor dieser Entwicklung die Augen verschließen und später darauf reagieren – oder man agiert bereits im Vorfeld. Für diesen Weg haben mein Arbeitgeber und ich uns entschieden. Mit dem Master-Studium der Angewandten Gerontologie möchte ich neue Impulse ins Unternehmen bringen, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein – ich bekomme im Studium neues Handwerkzeug, um die Auswirkungen des demografischen Wandels zu analysieren, zu verstehen, mich darauf vorbereiten und folgerichtig darauf reagieren zu können. Getreu dem Motto: „Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel neu setzen“.

 

Wie hat sich Ihre Karriere, Ihre Sicht auf die heutigen Arbeitsfelder verändert oder weiterentwickelt?

Das Studium hat meine Sicht auf das Gesundheitswesen, auf den SGB XI Bereich und auf die ältere Gesellschaft bereits zum jetzigen Zeitpunkt nachhaltig verändert. Vor allem die Sicht darauf, dass die Gerontologie sich nicht „nur“ mit pflegebedürftigen Menschen beschäftigt, sondern einen großen Teil der Bevölkerung im Fokus hat. In meinem beruflichen Alltag bedeutet diese Erkenntnis vor allem, nicht ausschließlich die Bewohner mit ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen zu betrachten, sondern einen Schwerpunkt auf das Pflegepersonal 50 + zu setzen.

Wir haben sehr viele Mitarbeiter, die sich in dieser Altersgruppe befinden und ein enormes Fach- und Erfahrungswissen mitbringen. Diese Mitarbeiter langfristig, idealerweise bis zum Eintritt in den Ruhestand, an unser Unternehmen zu binden und eine Tätigkeit in der Pflege zu finden, die sie zufrieden ausfüllen können – diese Zielsetzung möchte ich auch gerne im Rahmen meiner Master-Thesis durch die Implementierung eines entsprechenden Konzeptes verfolgen.